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Das
Sommerlager ist zweifellos der Höhepunkt des Jahres. Man stelle
sich vor: Um die sechzig (mehr oder weniger) Jugendliche 10 Tage
lang auf einer oberbayerischen Waldlichtung, abgeschnitten von der
Außenwelt. Es geht immer am ersten Ferientag los, die Anfahrt
erfolgt gruppenweise mit dem Radl, wobei die S-Bahn den Kleineren
ein Stück abnimmt. Das Lager besteht aus einer Menge von Zelten:
Gruppenzelte, Privatzelte, Küchenzelt, Getränkezelt, Aufenthaltszelt,
Gerätezelt und sonstige selbst gezimmerte Vorzelte, Sonnensegel
oder Unterstände.
Zentrale Orte sind die Feuerstelle, der Bannermast, an dem die Banner
der Jugendgruppen wehen, und das Aufenthaltszelt (Essen, Zeitvertreib
bei Regen etc.).
Für
die Hygiene sorgen die Chemieklos und eine Wasserstelle (rechtes
Bild). Die Lageraktivitäten, an denen alle teilnehmen, sorgen
für Stimmung und Action, so z. B. der Postenlauf, das Chaosspiel
und andere Spezialtage („Bayerischer Tag“, „Griechischer
Tag“, „Britischer Tag“). Bei schönem Wetter
wird ab und zu ein in der Nähe gelegener Badesee aufgesucht,
der der Abkühlung aber auch der Säuberung dient. Am ersten
Sonntag des Sommerlagers gibt’s einen Lagergottesdienst mit
Pfarrer, Gesang und Hl. Kommunion. An den Abenden scharen sich die
Leute ums Lagerfeuer zum Unterhalten, Singen, Musizieren, Gschichten
erzählen, Trinken, Essen (z.B. Knoblauchbrot) und und und...
Die Nacht ist auch die Zeit der Lagerüberfälle, d.h. Jugendliche
aus anderen Pfarreien versuchen die Banner zu stehlen, um sie dann
meistens gegen ein paar Kästen Bier auslösen zu können
(nähere Regelung siehe Überfallsordung).
Doch oft kommt es nicht vor, dass Banner ausgelöst werden müssen,
da vor allem die kleineren Lagerteilnehmer, von den Älteren
gut trainiert, die Überfaller oft bis zur Erschöpfung
durchs Unterholz jagen, bis die sich mit einem warmen Platz am Lagerfeuer
zufrieden geben (so mancher Überfaller hat sich auf der Flucht
vor der Patrouille schon so im nächtlichen Loisachtal verirrt,
dass er erst in den frühen Morgenstunden zurückfand („Maaahhhh,
kumm raus, mir woin hoamfahrn!“)).
Schlusspunkt bilden das Abschlussessen am Abend der
Rückfahrt und das Zelteputzen am Tag darauf, bei dem alle Zelte
und Geräte wieder auf Vordermann gebracht und aufgeräumt
werden.
Berichte vergangener Sommerlager gibts im Archiv,
Bilder in der Galerie.
Hier gibt es die Lagerüberfallsordnung
im Dekanat Laim-Hadern-Blumenau.
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