














Hier finden Sie die letzten Pfarrbriefe.
Liebe Pfarrgemeinde,
die bevorstehenden Feste Christi Himmelfahrt und Pfingsten laden uns wieder dazu ein, zu bedenken, wohin gehen wir, wer wir sind, mit welcher Würde von Gott her wir bedacht sind, mit welch göttlicher Kraft der Christ ausgestattet ist. Wir sind Kinder Gottes: in der Taufe als solche von Gott erwählt; er, Jesus lässt uns nach seiner Fahrt in den Himmel nicht als Waisen zurück, sondern bleibt bei uns alle Tage bis zum Ende der Welt und unserer Zeit und er schenkt uns seinen Heiligen Geist.
An "Christi Himmelfahrt" feiern wir Jesus im Himmel und somit seine "Thronbesteigung" an der Seite Gottes, wobei mit "Himmel" nicht ein geografischer Ort, sondern die Nähe und Verbundenheit mit Gott gemeint ist. Wenn Kinder fragen, wo Gott denn wohnt, und wir antworten und sagen, er wohnt im Himmel, dann ist es noch immer gut, nach oben zu zei- gen. Es ist ohne Bedeutung, dass wir den Ort nicht näher ausmachen können. Es geht auch nicht darum, dass Christus uns verlässt, sondern um die Freude und Hoffnung darauf, dass er wieder zu uns zurückkehrt und dass er uns seinen Heiligen Geist schenkt.
Die Aussendung des Heiligen Geistes feiern wir an Pfingsten. Der gute Geist Gottes hilft uns den Spuren Jesu zu folgen. Er leitet uns, wenn wir auf ihn vertrauen. Wenn dies geschieht, wird sich unser Leben verwandeln. Unmögliches wird möglich. Dann wird schon hier unter uns ein Stück Himmel auf Erden Wirklichkeit.
Wollen wir gemeinsam die kommenden Feste unserer christlichen Kirche feiern. Besonders einladen dazu möchte ich die Firmlinge, die in diesem Jahr mit der Gabe Gottes, dem Heili- gen Geist besiegelt wurden, so wie alle Jugendlichen.
Frohes Fest der Christi Himmelfahrt und gesegnete Pfingsttage wünscht Ihnen Ihr

Liebe Gemeinde,
in einem Gebet heißt es:
Gegrüßet seist du, Maria, denn du zeigst auf ihn,
auf deinen Sohn, du führst uns zu ihm, dess er uns helfe.
Gegrüßet seist du, Maria, denn du stehst für uns Menschen ein,
du wendest den Blick Jesu auf unsere Nöte.
Gegrüßet seist du, Maria, denn du kennst unsere Sorgen,
du suchst zu vermitteln, damit Hilfe werde.
Gegrüßet seist du, Maria, denn du lässt nicht locker,
du bittest die Stunde herbei, da dein Sohn wirkt.
Gegrüßet seist du, Maria, denn du bist beharrlich,
du sagst geduldigt: Tut, was er sagt.
Du sagst ihm geduldig: Tu, was sie brauchen.
Im Monat Mai wird uns Maria, die Mutter des Herrn, in besonderer Weise vor Augen geführt. Mit ihrem "mir geschehe nach deinem Wort" hat sie uns ein Beispiel gegeben. Das Hören und das Antworten auf das Wort Gottes sind auf ganz besondere Weise zu ihrem Lebensprogramm geworden. Ihr Leben lädt uns ein, neu auf das Wort Gottes zu hören, die vielen Zeugnisse fpür die Auferstehung Jesu in den Schriften ernst zu nehmen und darauf zu antworten.
Am 6. Mai feiern wir mit 38 Kindern und deren Familien die erste heilige Kommunion. Wir alle sind eingeladen, sie durch unser Gebet zu begleiten, den Kindern und den Familien zu zeigen, wie wir auf die Zeugnisse der Auferstehung Jesu Christi antworten, wie wir mitbauen an unserer Gemeinde.
Liebe Gemeinde, lassen wir uns von Maria bei dieser schwierigen Aufgabe unterstützen und begleiten.
Ihr P. Lambertus Schildt, SDS
Dieser Thomas im Evangelium hatte Glück! Jesus hat sich von ihm berühren lassen und Thomas konnte glauben. Dieser Thomas hatte Glück.
Was aber ist mit all den anderen Thomassen, und ganz besonders mit den modernen? Was ist mit all den Menschen, die heute sagen: "Wenn ich nichts von diesem Jesus spüre, dann kann ich nicht glauben"? Was geschieht mit denen, die das, was über Jesus Christus erzählt und berichtet wird, einfach nicht mehr abkaufen, die so wie Thomas sagen: alles unbewiesen, und was nicht bewiesen ist, das kann ich nicht glauben? Wer überzeugt die vielen Thomasse heute?
Sie kennen die Antwort: Damit Menschen heute zum Glauben finden, dazu benötigt Jesus Christus uns, ob wir es wahrhaben wollen oder nicht! Die Zeiten, von denen das Evangelium berichtet, sind schließlich vorbei.
Menschen, die ihren Glauben lebendig werden lassen, Menschen wie Mutter Theresa, die Hl. Elisabeth und der Hl. Martin lassen aufhorchen; und sie lassen den Thomas, der nicht glauben kann, spüren, dass da an diesem Jesus Christus etwas dran sein könnte!
Worte und Sätze überreden höchstens - ein vom Glauben geprägtes Leben aber, das kann überzeugen.
Wenn heute jemand als Christ in dieser Welt lebt, in einer Welt, die alles andere als christlich ist, dann gibt das nicht nur zu denken. Wer so lebt, der ist eine Chance für alle, die selbst nicht mehr glauben können – eine Chance für den modernen Thomas, eine Chance zu spüren, dass da an diesem Jesus Christus etwas dran sein könnte.
Ich wünsche uns allen Mut, Kreativität und Freude, unseren Glauben zu leben!
Ihr P. Bernd
Ostern – Fest der Auferstehung. Fest größter Glaubensunsicherheiten, wenn wir die Inhalte dieses Festes wirklich verstehen wollen. Sicher: Wir können so tun, als gäbe es die Erkenntnisse unserer Naturwissenschaften nicht. Wir könnten so tun, als hätte es eine – biblische – Zeit gegeben, in der die Naturgesetze außer Kraft gesetzt waren. Wir könnten uns vorschreiben lassen, dass wir Jesu Auferstehung und Himmelfahrt historisch begreifen müssten – und dass die Kollision mit unserem Denkvermögen eben ein Mangel an Glauben sei. Als ob es zu Ostern um ein historisches Ereignis ginge! Es geht in Wahrheit um viel mehr.
Paulus selbst wird zum Zeugen, dass die Auferstehung ein Glaubensvorgang ist – und sich nicht auf Fakten in unserem Sinne bezieht. Jahre nach den Vorgängen auf Golgotha, Jahre nach seiner Himmelfahrt „erscheint“ ihm Jesus in einer Vision (1 Kor 15,1-11). Ganz selbstverständlich setzt er diese Art der Begegnung mit dem Auferstandenen auch für all die Menschen voraus, die er aufzählt. Auf historische Wahrheit kam es ihm nie an. Ihm wird plötzlich klar, dass der Mann aus Nazareth uns eine völlig neue Sicht der Dinge vermittelt: Dass wir uns unsere Daseinsberechtigung nicht schaffen müssen. Dass unser Dasein selbst diese Berechtigung ist. Dass Gott nicht Unnahbarkeit, Magie und Angst bedeutet, sondern Liebe, Annahme und Vertrauen. Vertrauen so stark, dass daraus der Mut erwächst, es selbst über den Tod hinaus mit ihm zu wagen.
Das Erleben der Auferstehung Jesu war nie abhängig von Augenzeugen oder Beweisfotos. Es beginnt dort, wo jemand zur Einsicht gelangt:
„Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin. Und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen.“
L. Schäfer, Pastoralreferent